Ihr Titel

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Carmacks - Dawson City

 

 

26.05.2004 

Wir schliefen uns bis 11:00Uhr aus.

Danach nahmen wir uns den Bootsmotor vor. Er bedurfte dringend eines Ölwechsels. Natürlich ging das nicht ohne Probleme. Prompt schüttete ich mir eine halbe Flasche Motoröl auf meine schöne Fjällrävenhose. Nach einmal waschen in der Waschmaschine, war der Ölfleck noch immer nicht raus. Dale zeigte mir einen Trick. Etwas WD-40 aufsprühen und noch einmal waschen und schon war die Hose sauber, wenn auch nicht geruchs neutral... 
Wir genehmigten uns beide einen doppelten Cheeseburger mit Cola. Gegen Abend gab uns Dale den Van seiner Frau. Damit, fuhren wir nach Carmacks und konnten dort in der City Hall die Website updaten. Leider war die Internetverbindung sehr langsam, deswegen konnten wir nicht viele Bilder auf die Website setzen. Danach ging es in die Bar und wir kauften für Dale einen Sixpack Bier, damit bedankten wir uns  für den netten Vorabend. Samantha schenkte uns zwei Klappstühle, damit haben wir nun beide eine Rückenlehne im Boot. Am Abend kamen zwei Wohnmobile auf den Campground. Einige dieser Monsterteile. Der Idiot in dem Mobil ließ die ganze Nacht seinen Generator laufen. Prompt konnte ich deswegen nicht einschlafen und blieb bis 6:30 morgens wach, bis das Wohnmobil weiterfuhr... Nun verstehe ich Dale warum er auf diese Motorhomes nicht gerade erpicht ist.

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Ahhhhhhhh.... endlich eine Rückenlehne, Danke Samantha !



27.05.2005

Gegen 11:00 Uhr wachte ich auf. Wir gingen zu Dale und tranken einen Kaffee. In der letzten Nacht kam ein Amerikaner mit einem Kanu an. Er hatte schon einige Expeditionen in Canada und Alaska unternommen. Wir unterhielten uns und tauschten die E-Mails aus. Er ist einer dieser Leute die wirklich interessant sind und genauso konsequent reisen. Dale fuhr uns noch in seinem Geländetruck auf den Berg, von wo aus wir einen super Ausblick auf Carmacks und die Umgebung hatten. Die Fahrt dort hoch war super. Zurück am Campground unterhielt ich mich noch eine ganze Zeit mit dem Amerikaner. Er hatte wirklich schon tolle Expeditionen unternommen, in die Arktis und viele Parks in den USA, Canada und Alaska.
Gegen 15:00 Uhr haben wir noch einmal Fish und Chips bei Dale und Samantha gegessen und uns dann verabschiedet. Um 15:30 Uhr fuhren wir im Boot nach Carmacks. Dort holte Stefan noch einmal 25 Liter Benzin.  Dann ging es los in Richtung 5 Finger Rapid. Die Stühle sind eine Wucht damit ist das Fahren im Boot um Welten bequemer, besten Dank Dale und Samantha. Nach ca.30 Km sahen wir die Rapids. Von weiten konnten wir schon die Wellen sehen. Wir sicherten alles auf dem Boot und zogen uns wasserdicht an und ab ging es in die Rapids. Auf der rechten Seite waren hohe stehende Wellen, Stefan sah einen einigermaßen freien Kanal auf der linken Seite. Es ging einige male heftig auf und ab und dann waren wir durch. Absolute ideal Linie....
Es ging weiter zu den Rink Rapids. Sie waren einfach auf der rechten Seite zu durchfahren. Danach fuhren wir gemütlich weiter in Richtung Minto. Wir sahen auf dem Weg noch zwei Elche. Dem einen konnten wir uns nähern, jedoch kamen wir dadurch in einem Nebenkanal der sehr flach wurde und natürlich setzen wir den Motor auf. Es knirschte und krachte fürchterlich, wir hatten jedoch Glück im Unglück, wir fuhren uns nicht fest. Gegen 23:30 Uhr und ca. 85 Tageskilometer schlugen wir unser Camp auf einer Sandinsel auf die gerade noch über Wasser war. Auf der gleichen Insel hatte ich schon auf der 2004 Exp. gecampt und schöne Fotos von Canada Gänsen mit Küken geschossen.Leider sahen wir diesmal keine.

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Dale auf dem Berg vor Carmacks (Thanks for the ride Dale)



28.05.2005

Mir ist aufgefallen, das ich meine schöne Fjällrävenhose bei Dale nach dem Waschen am Zaum hängen gelassen habe, so ein Mist. Gegen Mittag fuhren wir weiter in Richtung Dawson. Kurz vor Minto hielten wir an einem Ressort und kauften uns ein paar kalte Cola. Was für ein Genuss hier im Busch. Vorbei ging es an Minto von dem nichts mehr, als zwei verfallende Hütten übrig ist. Kurz hinter Minto auf einem Berg sahen wir eine Herde Dall Sheeps. Wir hielten an und ich kletterte den Berg hinauf und näherte mich den Sheeps. Es gelangen mir einige schöne Aufnahmen. Allerdings war ich völlig durchgeschwitzt als ich am Boot ankam. Ich bin wirklich nicht in bester Form...
Das Wetter heute ist Traumhaft, strahlender Sonnenschein und blauer Himmel. Wir erreichten den Pelly River und damit  Fort Selkirk. Wir schauten uns einige der Gebäude an und schossen einige Fotos. Dann fuhren wir weiter, da es mir zu gefährlich war das Boot bei Selkirk zu lassen, denn es waren immer noch einige Baumstämme unterwegs, die an der Anlegestelle vorbeitrieben. Einen defekten Schlauch wie in 2004 wollte ich nicht riskieren. Die nächsten ca. 30-40 Km gab es keine brauchbaren Inseln zum campen, entweder waren sie unter Wasser oder zu dicht bewachsen. Also fuhren wir durch bis Selwyn und beendeten den Tag dort nach ca. 96 Tageskilometern. Wir bauten unsere Zelte auf, entfachten ein Feuer und bereiteten uns etwas zum Essen. Ach ja, zwei Elche haben wir heute auch noch gesehen. Nach den Tagesberichten schreiben, sortieren und bearbeiten der digital Bilder war es denn auch schon wieder 2:00 morgens.

 

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Dall Sheeps auf einem Berg hinter Minto



29.05.2005

Wir starteten gegen 15:00 Uhr  in Richtung Kirkman Creek. Das Wetter war durchwachsen, Sonne mit einigen Wolken und später etwas Regen. Kurz vor Coffee Creek sahen wir zwei Elche. Dort angelangt, schauten wir uns um. Die Cabin war in einem schlechten Zustand, das Dach war an einer Seite eingefallen. Es sah aber nicht viel schlechter aus als in 2004. Ich hoffe das dieser Platz bald wieder bewohnt wird, denn sonst wird er Wohl oder Übel verfallen, das wäre sehr schade. Es  zog schlechtes Wetter auf, wir fuhren weiter bis Kirkman Creek und schlugen dort unsere Zelte auf. Das kostet dort 5 Can $ die Nacht. Leider waren dort sehr viele Moskitos. Ich verkroch mich ins Zelt zum Schreiben der Tagesberichtes. Die Besitzerin, Linda Taylor ist auf Stewart Island aufgewachsen. Die Hütte hinter Stewart gehört ihrem Bruder.


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  In der Hütte bei Coffee Creek



30.05.2005

Bis um ca. 5:00 Uhr morgens war ich wach. Die Hunde bei Kirkman jagten die ganze Nacht lang, laut bellend irgendwelches Getier. Um ca. 10:30 Uhr standen wir auf und packten unsere Sachen. Wir unterhielten uns noch einige Zeit mit den Besitzern. Normalerweise hätten sie uns ein Frühstück bereitet, aber sie waren erst vor ein paar Tagen angekommen und noch nichts war vorbereitet. Mal wieder Pech gehabt. Wir verabschiedeten uns und starteten in Richtung Dawson City. Als erstes ließen wir uns treiben und bereiteten uns unser Frühstück zu. Kellogs Cornflakes mit Milchpulver, Trinkschokolade und Wasser. Danach fuhren wir unter Motor weiter bis zum White River. Wir fuhren in das Delta ein und sahen plötzlich ein oranges Zelt. Wir fuhren zur Sandinsel und gingen zum Zelt, jedoch war niemand da. Etwas weiter weg vom Zelt waren einige Sachen deponiert. Kein Kanu oder Kajak weit und breit. Wir fuhren noch weiter ins Delta ein bis es für unser Boot zu flach wurde, jedoch fanden wir den Besitzer des Zeltes nicht.(Wir lernten ihn aber später noch kennen) Es tauchten dunkle Wolken am Himmel auf. Wir hatten gerade noch Zeit uns Regensachen anzuziehen und schon fing es an wie aus Eimern zu schütten. Stefan hatte Glück, er saß unter dem Bimini Top. Ich jedoch saß hinten am Motor und bekam dadurch die ganze Ladung ab. Es kühlte sich enorm ab und es wurde mit der Zeit sehr kalt. Nach ca. 86 Km beendeten wir den Tag auf einer Sandinsel gegenüber dem Sixtymile River. Heute war unser Glückstag, wir haben 10 Elche gesehen.
Jetzt werden wir erst einmal etwas zum Essen zubereiten. Die Sonne ist auch wieder da und es ist herrlich warm. Noch sind keine Moskitos hier, noch nicht...

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  Es regnete wie aus Eimern..



01.06.2005

Die Nacht war wieder sehr ruhig. Gegen Mittag wurde es brütend heiß im Zelt. Wir beluden das Boot und fuhren den Sixty Mile River hinauf, jedoch kamen wir nicht weit. Nach ca. 3 Km war Schluss. Es wurde einfach zu flach, also fuhren wir wieder zurück zum Yukon River.
Der Himmel verdunkelte sich. Wir kamen an einem Camp vorbei, das ich vor Jahren mal in mein GPS gespeichert hatte. Wir entschlossen uns dort zu rasten. Gerade als wir das Tarp aufgespannt hatten fing es an zu regnen. Der Himmel wurde immer dunkler und es fing an zu donnern und zu blitzen. Also bauten wir unsere Zelte auf und beendeten dort den Tag. Wir tranken eine Tasse Trinkschokolade mit Rum und legten uns in die Zelte für ein Nickerchen.
Gerade als ich fast eingeschlafen war rief plötzlich jemand „ Hallo ist jemand da?“. Es war Uwe ein Deutscher, dessen Zelt wir im Delta des White River gesehen hatten. Er war auf einem Berg gegenüber des Deltas gewesen und hatte uns beobachtet. Er war mit einem Klepper Faltboot unterwegs auf dem Pelly River und nun auf dem Weg nach Dawson City. Wir unterhielten uns eine Zeit lang. Das Wetter beruhigte sich ein wenig. Uwe verabschiedete sich und paddelte weiter.


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 Gut das ich das Camp im GPS gespeichert hatte...


02.06.2005

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Der Trimaran bei Dieter im Hostel !

Am Morgen schien die Sonne und es war recht warm. Wir bepackten das Boot und fuhren in Richtung Dawson City. Bei dem Camp Ancient Voices vor Dawson hielten wir an und trafen Uwe. Das Camp war noch geschlossen, schade denn hier gab es immer gutes Essen. Mal wieder Pech gehabt. Dieses Jahr bin ich einfach zu früh auf dem Yukon unterwegs. Wir bereiteten uns eine Trinkschokolade und unterhielten uns ein wenig. Ich kletterte den Berg am Camp hoch und schoss einige Übersichtsaufnahmen vom Yukon River und dem Camp. Wir verabschiedeten uns von Uwe und fuhren weiter zu einem Creek vor Dawson City an dem mein Freund Dorian eine neue Hütte baut. Nach einigem suchen fanden wir den Platz, jedoch war Dorian nicht dort nur sein Baumwollzelt mit Ofen. Also,weiter in Richtung Dawson City. Eigentlich wollten wir vor Dawson auf einer Sandinsel campen, eigentlich aber alle zum campen geeigneten Inseln waren Unterwasser. Nun mussten wir bis Dawson durchfahren. Dort angekommen, sahen wir das die Anlegestelle bei der ich 2004 gecampt hatte, die nun auch Unterwasser war. Da saßen wir nun etwas betröpfelt im Boot und überlegten wo wir die Nacht bleiben könnten. Der Campground auf der linken Seite war uns zu unsicher, das Hostel lag auf einer Anhöhe. Wie sollten wir das schwere Boot nur dort hinauf bekommen? Wir fuhren auf die andere Seite und ich ging zum Hostel und traf sofort Dieter Reimund den Besitzer. Er bot mir an unser Boot mit seinem Truck zum Hostel zu fahren. Ein Haken hatte die Sache aber, sein Truck hatte einen hohen Dachgepäckträger. Also wollte ich erst einmal versuchen das Boot mit den kleinen Bootwagen für Faltboote zu transportieren. Ich ging  in Richtung Bootswagen und sah Uwe, er war auch im Hostel. Er half mir sofort die Wagen zum Boot zu bringen. Dort versuchten wir den Trimaran auf die Wagen zu hieven, jedoch mit geringen Erfolg denn das mittlere Boot war im Weg, die Räder der Bootswagen waren einfach zu breit. Also, wieder zum Hostel. Dieter kam mit dem Truck. Wir luden unsere Sachen auf die Ladefläche und hoben das Boot mit vereinten Kräften auf den Dachgepäckträger. Stefan ging zu Fuß vor und schaute das wir mit dem breiten Boot nicht irgend einen Baum rammten. Ich stieg auf das Dach des Trucks und hielt das Boot. Uwe krallte sich hinten fest und sicherte das Boot von dort. Dann begann die schaukelnde Fahrt, da wir das Boot nur längs auf den Truck bekamen stand es an beiden Seiten über einen Meter über, aber es ging alles gut, wir konnten das Boot sicher im Hostel abladen. Besten Dank Dieter und Uwe. Wir bauten unsere Zelte auf und gingen sofort in das Badehaus um uns zu waschen. Mann das tat gut, endlich wieder sauber zu sein. Dann ging es ab in die Stadt in eine der Bars, wo wir bei live Musik ein paar Bier tranken. So gegen 2:00 Uhr nachts gingen wir zurück zum Hostel. Auf der Fähre fing es an zu regnen. Im Hostel angekommen verschwanden wir sofort im Zelt...

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Uwe bei Ancient Voices

( Hey Uwe, sende mir mal deine E-Mai Adresse !)

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Only those who risk going too far, will discover how far they can go!

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